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Vorträge und Filmgespräche

Film sei eine universelle Sprache, so heißt es manchmal. Oder auch, dass das Kino dem Publikum fremde Welten nahe bringe. Dass Film Propaganda sei und das Weltkino den Blick auf diejenigen Gesellschaften verzerre, denen die Mittel zur eigenen Bildpolitik fehlen, ist eine ebenso verbreitete Auffassung. Kann also ein Film tatsächlich für sich selbst sprechen, wie wieder andere meinen?

Vorträge halte ich sowohl als Einzelveranstaltung als auch im Kontext von Tagungen und Symposien. Länge und Form des Referats hängen von der Veranstaltungsart ab.
In Filmgesprächen führe ich kurz in das Werk ein und stehe im Anschluss an die Vorführung zu einem vertiefenden Gespräch zur Verfügung, immer in Bezug auf die thematischen Vorgaben Ihrer Programmauswahl.


Beispiele

Kuwait Film Festival 2017
der Vortrag: Cooperation with Germany
Germany is, next to France, the country in Europe that has been putting the highest funds in international co-productions in recent years. The lecture gives an overview of the funds and their regulations. To understand the German interest in Arab films Irit Neidhardt will talk about some examples of theatrical releases as well as about the image the media is creating of the Arab. Both is important in order to think if and how to approach German funds and co-producers.
Programmübersicht (PDF)

Entwicklungspolitische Filmtage Linz 2017 (Foto: KuKuRoots)

Entwicklungspolitische Filmtage Linz / Österreich 2017
Filmtage 2017: PALÄSTINA
Eröffnungsvortrag: Palästina - Wandel im Zeichen des Films
Palästinensisches Filmschaffen ist Ende der 1960er Jahre im Exil entstanden. Es war in den 1970er Jahren eine Waffe im Befreiungskampf. Die meist kurzen Filme dienten der Gegenöffentlichkeit sowie der internationalen Solidarität. Je nach politischen und ökonomischen Bedingungen hat sich der Schwerpunkt des Filmschaffens seither verschoben: vom Exil in der arabischen Welt nach Europa und die 1948 verlorenen palästinensischen Gebiete und von dort in Westbank und zunehmend nach Jordanien.
Anhand von Filmausschnitten führt der Vortrag in die Entwicklung des palästinensischen Filmschaffens ein. Welche Absichten verfolgen palästinensische RegisseurInnen mit ihrem Schaffen? Welchen und wessen Bedingungen unterstehen sie bei ihren Produktionen? Welche Filme schaffen den Sprung auf europäische Kinoleinwände?
zum Festival Blog | Programmheft (PDF) 

LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans 2016
Auf der Tagung: Film, Flucht und Interkultur
der Kurzvortrag: Zum Bild der arabischen Welt im deutschen Kino
Arabische Filme böten „erste Einblicke in ein ganz anderes Dasein“, wie die Filmbewertungsstelle über Das Mädchen Wajda von Haifaa al-Mansour schreibt. Die Bilder gelten als besonders authentisch, wenn der Name der Regisseurin oder des Regisseurs arabisch ist. In ihrem Kurzvortrag befasst sich Irit Neidhardt anhand des Beispiels von Das Mädchen Wajda mit der Frage wer in den Filmen was liest.
zum Tagungsprogramm

International Workshop: Images of the Middle East (Foto: privat)

Philipps Universität Marburg 2016
Auf der Tagung: Images of the "Middle East" – Reception and Responsibility
das Paper: Who is paying for the Arab images we see?
In times of war or crisis the demand for images from the respective societies increases. Authenticity is requested. The demanding side, the one that has the facilities for distribution and exhibition of films, is situated in Western Europe and North America while the crisis that the focus is on most regularly is the Middle East. Despite scarce budgets for the creation of films, the means of production Arab societies own are limited and the technical quality the machines provide does only in rare cases satisfy the expected standards for the Western silver screen or TV broadcast. The stories told by Arab film-makers often are not regarded as relevant or urgent by Western programmers, buyers and audiences. How are the films we see are made? By whom and for what purpose? Using the examples of Palestine and Syria the paper looks at the histories of film-production from independence in the Syrian case and liberation struggle with regard to Palestinian to programs of external democratization that started in the mid-1990s in the Palestinian case and the mid-2000s in the Syrian.
Mehr | Programmflyer (PDF)

HUNA/K 2015 (Foto: Zukunftsakademie NRW)

Zukunftsakademie NRW HUNA/K Schauspiel Dortmund 2015
Zusammen - deutsch-arabische Kooperation im Film
Eine deutsch-arabische Zusammenarbeit im Film gibt es nun seit beinahe 100 Jahren. Eine ihrer bedeutenden Episoden ist die Zusammenarbeit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und der DDR.
Am Beispiel der dokumentarisch-essayistischen Arbeit „Der Traum – al Manam“ des bedeutenden syrischen Regisseurs Mohamad Malas gibt Irit Neidhardt einen Einblick in die Idee und Ausgestaltung der gegenseitigen Unterstützung.
Programmheft | Veranstaltungsbericht

6. Arabische Filmwoche Leipzig 2014
Filmgespräch: Mars at Sunrise (Kanada/Palästina/USA 2014, OmeU, 75 min, Regie: Jessica Habie), Gespräch mit Irit Neidhardt (Islam- und Politikwissenschaftlerin, mec film, Berlin), Moderation: Markus Höhne (Ethnologisches Institut, Uni Leipzig)
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Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum Berlin 2014
In der Filmreihe: Der globale Krieg. Der Erste Weltkrieg und das Kino
die Einführung in Gustav Ucicky's Aufruhr in Damaskus (D 1939)
Gustav Ucickys Spielfilm Aufruhr in Damaskus wurde 1938/9 von der Berliner Terra-Filmkunst GmbH produziert, mit Joachim Gottschalk als Hauptmann Keller und Brigitte Horney als Vera Niemeyer in den Hauptrollen. Die Terra bewarb ihn auf dem Filmplakat als „Kriegs- und Abenteuerfilm an der arabisch-syrischen Front während des ersten Weltkriegs 1918 – Deutsches Wüstenfort“. Weiter im Text (PDF) | zum Kino-Programm

University of London, SOAS - Centre for Palestine Studies 2013
auf der internationalen Konferenz: Palestine and the Moving Image
das Paper: As if They do not Exist
Since more than 150 years photos, and later films, of Palestine are commercially distributed in the Western world. It was not before the late 1960s that Palestinians started producing their own films. By that time an image of Palestine was sufficiently known. What aspects did Palestinian filmmakers add? And to what degree was and is the audience willing to change its view on Palestine?
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DGB Braunschweig 2012
Nahostkonflikt und arabische Revolutionen. Die Macht der Bilder.
Die kleine Veranstaltungsreihe „Die Macht der Bilder“ mit Vorträgen und Filmbeispielen, vorgestellt von Irit Neidhardt, wird am 28.11. und am 05.12.2012 jeweils um 19:00 Uhr im DGB-Haus bzw. im Universum Kino fortgesetzt. Weiter im Text  | Programmflyer (PDF)


Deutsches Filminstitut Frankfurt 2012

Beim Festival: Africa Alive
der Vortrag: Filme als Seismographen der Revolte?
Anfang 2011 bestimmten die Aufstände in Ägypten wochenlang die Nachrichten. Plötzlich richtete die Weltöffentlichkeit ihren Blick auf die Regionalmacht am Nil, da die dortigen politischen Entwicklungen einen großen Einfluss auf die Geschehnisse des Nahen und Mittleren Ostens, wenn nicht auf die gesamte arabische Welt haben. Doch auch im Hinblick auf das Kino ist Ägypten regional ein Vorreiter. Weiter

Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen 2012
Bei dem Symposium: Helden, heute
Nur noch kurz die Welt retten - Arabische Helden und ihre Mission
Katastrophen hin, Chaos her: Comic-HeldInnen haben ein klares Bild von gut und böse. Ihre Werte und ihre Kraft ziehen die Supermänner und -frauen aus ihrem Glauben, der in aller Regel religiös begründet ist: Superman ist Methodist, Spiderman Protestant, Batman wurde vom Katholiken zum Episkopalen und er hat einen arabischen Sohn, Ibn al Xu’ffasch / Tallant. Bei den arabischen Super-HeldInnen sieht es nicht viel anders aus: die Teenage-Heldin Iman ist durch ihren festen Gottesglauben stark, Ajaaj, der Wüstensturm, verkörpert die heilbringende aber missachtete Tradition und die SuperheldInnen von The 99 stehen für die 99 Namen und Eigenschaften des Allmächtigen selbst. Wer kreiert diese Figuren? Was ist eine arabische Superheldin? Ein Superheld? Welches Vorbild geben sie in arabischen Comics und Fernsehserien? Und welches in denen aus den USA? Ist eine Differenzierung in nationale Denkstrukturen überhaupt möglich?
Programmflyer

Internationales FrauenFilmFestival Dortmund | Köln 2011 (Foto: IFFF)

Internationales FrauenFilmFestival Dortmund | Köln 2011
Vortrag: Vom nackten Schmachten und politischer Intervention. Frauen und Frauenbilder in Arabischen Musikvideos
Unablässig flimmern sie über die Flatscreens, man kann ihnen kaum entrinnen, weder im privaten noch im öffentlichen Raum. Musikvideos sind in der arabischen Welt allgegenwärtig. Die meisten werden im Libanon produziert und über die transnationalen arabischen Satellitensender ausgestrahlt, allen voran dem saudischen Rotana Music. Gesungen wird meist im ägyptischen Dialekt, steht doch Ägypten nach wie vor für die große arabische Unterhaltungsindustrie. Weiter

Kult 41 Bonn 2010
Shoot - Ein Projekt über die Ikonografie des Nahostkonflikts
der Vortrag: Die Ikonografie des Nahostkonflikts im Film
Programmflyer (PDF)


SoundTrack_Cologne 2010

Lange Nacht der Musikvideos
Vortrag: Arabische Musikvideos
Irit Neidhardt ist Referentin zum Kino aus Nahost und betreibt seit 2002 mec film. In ihrem Vortrag vermittelt sie Einblicke in die Klang- und Bilderwelten arabischer Musikvideos jenseits des Mainstream, hinterfragt künstlerische und ökonomische Einflüsse auf die Produktion und Medienklischees über die arabische Welt und den Islam. In Kooperation mit Unlimited. Präsentiert von Intro. Weiter

Orient Institut Beirut (OIB) | Friedrich Ebert Stiftung | Institut français du Proche-orient Libanon 2009
auf der Tagung: Mobilisation on Stage. The Image of the Real and the Verity of the Image
das Paper: The Image of the Israeli-Palestinian Conflict
It seems that over the last 40 years no other conflict was displayed as much as the Israeli-Palestinian. It was filmed for TV, reflected in films and recorded in still photography. Most of the images we know are shot in the territory of the conflict itself, a territory which is not accessible for the vast majority of Arabs. A conflict documented by foreigners who are usually not speaking the respective language and are illiterate to the codes of the societies and place, or explained by those who are part of it. What are the images we are presented? What is their purpose and what do they reflect? Do they mobilize or document still stand? What is an image of the Israeli-Palestinian conflict? What is its image? Despite of the pictures promptly associated with the catchword “Israeli-Palestinian Conflict” there is number of films, photographs, and literature that create refection and imagination off road the dominant image-codes.
Tagungsprogramm (französisch)

freiburger filmforum 2009
Die Filmgespräche: Je Veux Voir (Regie: Joana Hadjithomas & Khalil Joreige, Libanon / Frankreich 2008, 75 min) und Salt of this Sea (Regie: Annemarie Jacir, Palästina 2008, 109 min)
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