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Seminare und Workshops

Das politische Machtgefälle und die ökonomische Kluft zwischen Europa und der arabischen Welt sowie das eklatante Ungleichgewicht bezüglich des Besitzes und Zugangs zu technologischen Produktionsmitteln wirken sich unmittelbar auf die Herstellung von Filmen aus. Wie entstehen also die Bilder, die wir aus dem Nahen Osten und Nordafrika sehen? Wer macht sie und mit welchem Interesse?

In Seminaren und Workshops nähere ich mich diesen Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln. Ausgangspunkt eines Seminarkonzepts kann die Rezeption von Filmen über oder aus arabischen Ländern sein, die Produktionsbedingungen eines Staates der Region, der Blick in die gemeinsame Filmgeschichte zwischen Deutschland und einem arabischen Land oder eine Thematik, die Ihnen unter den Nägeln brennt.
Meine Veranstaltungen in arabischen Ländern oder für arabische Filmschaffende befassen sich meist mit Förder- und Produktionsbedingungen sowie der Filmdistribution.

Neben öffentlich ausgeschriebenen Veranstaltungen übernehme ich auch Unterrichtseinheiten in Trainings- und Fortbildungsprogrammen, wie z.B. beim Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit Deutschland und die Arabische Welt, Docmed, DOX:LAB oder dem Documentary Campus MENA Region. Die Themen sind denen der folgenden Beispiele ähnlich, die Seminarpläne jedoch intern.


Beispiele

Doha Film Institute 2017 (Foto: DFI)

Doha Film Institute 2017
Qumra Shorts Group Tutorials
Each Short Film in Its Own Right
mec film is a Berlin-based company that exclusively distributes films by Arab directors. A fair number of the titles in the company’s international catalogue are short films. Using the examples of Larissa Sansour and Soren Lind’s ‘In the Future They Ate from the Finest Porcelain’, Bassem Breche’s ‘Free Range’, Sherif Elbendary’s ‘Dry Hot Summers’ and Annemarie Jacir’s ‘Like Twenty Impossibles’, Irit Neidhardt discusses the challenges and potential of short film distribution.
Programmheft (PDF) | Bilder

Internationale Filmtage der Menschenrechte Nürnberg  2016
Krieg und Medien: Syrienbilder
staatlich anerkannte Lehrerfortbildung
Bis 2011 war Syrien ein relativ abgeschottetes Land, Bilder haben uns wenig erreicht, sei es in den Medien oder in Kunst und Kino. Seit Beginn der politischen Erhebungen und des bald darauf beginnenden Bürgerkrieges vor fünf Jahren sind Syrienbilder im medialen Alltag plötzlich sehr präsent. Wie jedoch können wir sie verstehen? Anhand von Kurzbeiträgen aus arabischen und deutschen Fernsehsendern sowie Internetvideos werden die gängigsten Bild- und Sprachstrategien der Kriegsparteien erläutert und im Kontext von theoretischen Konzepten zum Thema Krieg in den Medien analysiert. Weiter


Filistina 2016 (Foto: Palästina Initiative Hannover)

Kommunales Kino Hannover 2016
im Rahmen der Filistina
Seminar: Palästinensisches Kino: Selbständig? Unabhängig?
Ein Mittel der aus dem Exil agierenden Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO im Kampf um Eigenstaatlichkeit waren Filme. Sie sollten eine Gegenöffentlichkeit herstellen und die Hoheit über das gängige historische Narrativ erlangen. Trotz eigener kineastischer Handschriften der Filmschaffenden stand die Entwicklung einer palästinensischen Filmsprache hintan. Eine besondere Rolle spielte die Arbeit der PLO mit Filmschaffenden aus der DDR und aus der BRD. Sie wird im Seminar anhand von Fallbeispielen und Filmausschnitten beleuchtet und aus heutiger Sicht auf ihre historische und politische Bedeutung hin untersucht. Nach dem Seminar wird um 20:15 Uhr der Film "Omar" im Künstlerhaus gezeigt. Er steht für das palästinensische oppositionelle Kino zum Filmschaffen der PLO. Irit Neidhardt wird auf politischer und ästhetischer Ebene einführen. Mehr

Kulturzentrum Schlachthof Kassel 2013
Workshop: Das ‚Heilige Land’ im Blick
Der israelisch-palästinensische Konflikt ist seit Dekaden ein Dauerthema in den Medien. Auch im Kino war er mit Filmen wie Lemon Tree,  Paradise Now, Waltz with Bashir, Die Syrische Braut, Alles für meinen Vater oder Das Schwein von Gaza in den letzten Jahren präsent. Vor  allem über Paradise Now, den einzigen palästinensischen Beitrag unter diesen Produktionen, ist in Deutschland ein heftiger Streit entfacht.  Was ist unsere Verbindung zu dem Konflikt? Weshalb polarisiert er? Auf welcher Grundlage und mit welchem Vorwissen sehen wir die Filme? Anhand von frühen Fotos sowie ersten Filmen soll zunächst dem Ursprung unserer Bilder von Israel/Palästina nachgegangen werden. Was  wurde fotografiert? Von wem? Welche Bilder werden bis heute reproduziert und welche sind in Vergessenheit geraten? Im Weiteren geht es am Beispiel verschiedener israelischer und palästinensischer Kurzfilme um Fragen der Produktionshintergründe sowie der Rezeption der Arbeiten im In- und Ausland. Weiter


French-German Cultural Center Ramallah 2012

Arte Filmwoche
Workshop: Film Funding and Distribution
Programmflyer (PDF)


Arsenal Summer School Berlin 2011

Cut! Interventionen des Dokumentarischen
Workshop: Bilder für einen Konflikt ohne Ende
Es scheint als sei kein anderer Konflikt in den letzten 40 Jahren so viel dokumentiert worden, wie der israelisch-palästinensische. Was sind das für Bilder? Wer macht sie und zu welchem Zweck? Am Beispiel dieser Krisenregion geht es um das Spannungsfeld zwischen dem Abbild von Wirklichkeit und ihrem Image sowie um Fragen nach der filmischen Reflektion der Permanenz des Konflikts und dem Platz für Erinnerung in einem Desaster ohne Ende. Als Material dienen die Bilder im Kopf der TeilnehmerInnen sowie Szenen aus Mohamed Soeuids dokumentarischen Filmessay „Nightfall“ (2000).
Progammübersicht (PDF)


9. Oldenburger Filmtage 2002

Workshop: Visionen von Palästina. Palästina im Spiegel seiner Filme.
Das palästinensische Kino ist im Rahmen der palästinensischen Befreiungsbewegung entstanden und war zunächst ein Kino des Exils. Erst seit den 80er Jahren haben palästinensische Filmschaffende die Möglichkeit, auch in Israel und den von ihm besetzten Gebieten zu drehen und zu produzieren. Weiter