Kino und arabische Welt
Auf diesen Seiten finden Sie Angebote der freien Autorin, Kuratorin und Referentin Irit Neidhardt zum Themenbereich Kino und arabische Welt. Für Anfragen wenden Sie sich gerne über die u. a. Adresse an mich.
In der Filmvermittlung und in Texten befasse mich mit Fragen der Produktion ebenso wie mit der Präsentation und Rezeption von Filmen. Es geht dabei um Aspekte der arabischen Gesellschaften und Politik, um den europäischen Blick auf die Nachbarregion im südlichen und östlichen Mittelmeer, arabische Kinogeschichte in Deutschland sowie Facetten der europäisch-arabischen Kooperation.
Dazu gehört die Zusammenarbeit beider deutscher Staaten mit der palästinensischen Befreiungsorganisation PLO im Bereich Film und Fernsehen in den 1970ern und 1980ern ebenso wie die Rolle von Frauen in der arabischen Filmgeschichte; die kritisch-analytische Auseinandersetzung mit der europäischen Finanzierung arabischer Filme, die Frage nach der Entstehung der Bilder, die aus dem und über den Krieg in Syrien zu sehen sind oder deutsche Imaginationen des Arabischen vor allem im frühen Kino.
Den Funding Guide for Arab Directors and Producers stelle ich seit 2012 im Auftrag von Aflamuna (früher Beirut DC) im Libanon zusammen, der mittlerweile online zur Verfügung steht.
Für eine konkrete Vorstellung meines Angebots in den Bereichen
- Kuratierung von Filmreihen
- Vorträge und Filmgespräche
- Seminare und Workshops
- Podiumsveranstaltungen
- Moderationen
- Publikationen und Texte
sehen Sie sich gerne auf dieser Homepage um. Sie finden in jeder Rubrik Beispiele und Referenzen vorheriger Veranstaltungen.
Hier finden Sie Informationen über mec film, der von mir gegründete Distributionsfirma für Filme von arabischen RegisseurInnen und Angaben zu meiner Person hier.
Vortrag
Gaza im Kontext: Politik, Ökonomie, Bilder
26.4.2026 um 12.30h, Café Palästina, Köln
Die Stadt Gaza, an der sich Asien, Afrika und Europa treffen, ist mindestens 4000 Jahre alt. Am Ende der Weihrauchstraße gelegen, einer der ältesten bekannten Handelsstraßen weltweit, war sie bis ins 20. Jahrhundert eine prosperierende kosmopolitische Hafenstadt am Mittelmeer. Im Krieg 1947/48, der Nakba, fiel das Gebiet das von da an Gazastreifen genannt wird, an Ägypten. Das Hinterland und Teile von Gaza Stadt (der Kibbuz Kfar Aza) gingen 1948 an den neuen Staat Israel, die Bevölkerung aus dem Süden Palästinas wurde teilweise an die Küste vertrieben, teilweise flüchtete sie sich dorthin. Im Juni-Krieg 1967 eroberte die israelische Armee unter anderem den Gazastreifen, den der israelische Staat seither dem Völkerrecht nach besetzt hält. Seit Dekaden sind Gaza und ihr Umland an der Küste der am dichteste besiedelte Ort der Welt, zunächst eingezäunt, dann eingemauert und seit 2007 unter Blockade und Kontrolle des israelischen Staates. Der Tatenlosigkeit der internationalen Gemeinschaft und der wachsenden Klimakatastrophe ausgesetzt, entwickelte sich das Leben innerhalb der Mauern zunehmend zur Hölle.
Die Geschichte Gazas und ihre Entwicklung bis 2023 spielen in den Auseinandersetzungen um den genozidalen Krieg Israel gegen die Bevölkerung des Streifens hierzulande so gut wie keine Rolle. In diesem Vortrag geht es, fragmentarisch, um die Bedeutung, die Gaza historisch und aktuell aufgrund seiner geografischen Lage spielt, seine Rolle in biblischen Geschichten, deren Titel sich derzeit in Militäroperationen der israelischen Armee und der bewaffneten Gruppen in Gaza wiederfinden und wer dort lebt. Erzählt wird mit Hilfe von Karten und Fotos, die die westliche Bildpolitik ebenso wie das palästinensische Selbstbild widerspiegeln.
Text
Palästinensische Studenten an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Ein Fragment.
Auf der Webseite zum 70. Jubiläum der Filmuniversität, einst die Staatliche Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Hier geht's zum Text
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