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2019


Newsarchiv 2017 | 2018

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Vortrag
Di, 22.1.2019 um 19.00 im Freizeitheim Lister Turm, Walderseestr. 100, Hannover
O Jerusalem! Welt- und Filmbilder -  Über die Verankerung von Palästinabildern in der nordwesteuropäischen Alltagskultur
Von Jerusalem haben alle ein Bild, sei es fotografisch, filmisch, politisch oder eine ganz private Erinnerung. Wenn die Stadt, Palästina, Israel oder das Heilige Land zur Sprache kommen, verläuft die Debatte meist emotionaler als Gespräche über andere Länder; sei es im Privaten oder in der internationalen Politik. Woher rührt der persönliche Bezug? Was macht Jerusalem so bedeutsam?
Die Veranstaltung beleuchtet die fotografische und filmische Präsenz und Bedeutung Jerusalems und Palästinas. Auf mittelalterlichen Landkarten war Jerusalem der Nabel der Welt. Biblische Szenen aus Palästina hatten ihren festen Platz in der Malerei, die seit der Erfindung des Drucks als Massenware in den eigenen vier Wänden hing. Mit der Erfindung der Fotografie fanden diese Motive Eingang in die industrialisierte Bilderwelt. Mittels der Fotografie suchte die Kirche den biblischen Text wissenschaftlich zu belegen, Filme gaben und geben seit der Erfindung des Mediums 1896 vor, die Wirklichkeit vor Ort wahrheitsgetreu darzustellen. Nur wer im Besitz der neuen Maschinen zum technischen Abbild war hatte und hat massentaugliche Definitionsmacht darüber, was Palästina sei. Erst in den späten 1960er Jahren begannen palästinensische Filmschaffende damit, eigene Werke herzustellen, bis heute sind diese jedoch marginal. weiter